Um effektiv gegen die Kinderpornographie im Internet vorzugehen,
bedarf es mehr als einer bloßen „Sperre“. Es ist erforderlich
den Bogen von Prävention über Strafverfolgung bis zum
Opferschutz in seiner Gesamtheit zu betrachten und eine
ganzheitliche Strategie für die Bekämpfung der
Kinderpornographie zu entwickeln und dabei die rechtlichen,
technischen und politischen Lösungsmöglichkeiten zu bündeln und
ihre Abhängigkeiten aufzulösen. Eine solche Strategie kann
sinnvoll nur unter Einbeziehung der unterschiedlichen
Kompetenzen von Politik, Verwaltung, IT-Wirtschaft,
Interessenverbänden und der Wissenschaft entwickelt werden. Mit
der Initiierung eines Bündnisses gegen Kinderpornographie im
Internet, dem die entsprechenden Vertreter der vorgenannten
Disziplinen angehören, würde eine Vereinigung geschaffen, welche
eine solche Strategie entwickeln könnte.
Denkbare Elemente einer solchen Strategie können unter
anderem sein:
-
die Entwicklung geeigneter Schutzmechanismen, welche gezielt
die Verbreitung von kinderpornographischen Inhalten
erschweren,
-
die Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im
Verfassung-, Datenschutz- und Telekommunikationsrecht,
-
die weitere Verbesserung der Ausstattung der
Strafverfolgungsbehörden mit Informationstechnik und die
Qualifikation der Ermittlungsbeamtinnen und -beamten,
-
die Unterstützung der Strafverfolgung durch die Entwicklung
und Verbesserung von forensischen Werkzeugen (Suchmaschinen,
Überwachung von Tauschbörsen, Überwachung des Usenets, etc.),
um die Täter und Opfer zu identifizieren,
-
die weitere Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit in
der Strafverfolgung (Rechtshilfeabkommen, gemeinsame
elektronische Indizes von kinderpornographischem Material,
etc.)
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die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Handlungen von
Staaten, welche rechtlich oder tatsächlich die Erstellung und
Verbreitung von kinderpornographischem Material begünstigen,
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die Sensibilisierung von Kindern, Jugendlichen und Eltern über
die Gefahren im Internet,
-
die Schaffung und Sicherung von Hilfsangeboten für Opfer sowie
-
der Ausbau beratender und therapeutischer Angebote für
Menschen mit pädosexuellen Neigungen.
In Anlehnung an die aktuelle Diskussion um Green IT – also den
ökologischen Einsatz von Informationstechnologie – könnte das
Bündnis unter der Bezeichnung „White IT – Das Bündnis gegen
Kinderpornographie im Internet“ als Synonym für ein sauberes,
weil kinderpornographiefreies Internet gegründet werden.