Um effektiv gegen die Kinderpornographie im Internet vorzugehen, bedarf es mehr als einer bloßen „Sperre“. Es ist erforderlich den Bogen von Prävention über Strafverfolgung bis zum Opferschutz in seiner Gesamtheit zu betrachten und eine ganzheitliche Strategie für die Bekämpfung der Kinderpornographie zu entwickeln und dabei die rechtlichen, technischen und politischen Lösungsmöglichkeiten zu bündeln und ihre Abhängigkeiten aufzulösen. Eine solche Strategie kann sinnvoll nur unter Einbeziehung der unterschiedlichen Kompetenzen von Politik, Verwaltung, IT-Wirtschaft, Interessenverbänden und der Wissenschaft entwickelt werden. Mit der Initiierung eines Bündnisses gegen Kinderpornographie im Internet, dem die entsprechenden Vertreter der vorgenannten Disziplinen angehören, würde eine Vereinigung geschaffen, welche eine solche Strategie entwickeln könnte.
Um die Ziele und die Vision des Bündnisses zu erreichen, sollen u.a.
- das Bewusstsein für das Thema in der breiten Öffentlichkeit geschaffen werden (Sensibilisierung von Kindern, Jugendlichen und Eltern über die damit verbundenen Risiken im Internet und auch Außerhalb)
- technologische Lösungen für eine besseren Schutz vor der Verbreitung von kinderpornographischen Inhalten im Internet gefunden und eingesetzt werden,
- die Vernetzung der Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden auf nationaler,europäischer und weltweiter Ebene gefördert werden,
- die Vernetzung von Opferschutzverbänden sowie Einrichtungen derSelbstkontrolle weltweit verbessert werden,
- die Weiterentwicklung geeigneter Schutzmechanismen, welche gezielt und nachhaltig die Verbreitung von kinderpornografischen Inhalten verhindern oder zumindest erschweren,
- eine Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere imVerfassungs-, Datenschutz- und Telekommunikationsrecht und deren Fortentwicklung durchgeführt werden,
- eine weitere Verbesserung der nationalen und internationalen Zusammenarbeit in der Strafverfolgung (Rechtshilfeabkommen, gemeinsame elektronische Indizes von kinderpornografischem Material, etc.) angestrebt werden,
- eine Vernetzung von Präventionskonzepten, welche vor Kindesmissbrauch schützen,
- eine Rechtsangleichung in jenen Staaten, welche rechtlich oder tatsächlich die Erstellung und Verbreitung von kinderpornographischem Material begünstigen, angeregt werden,
- eine Informationsdrehscheibe geschaffen werden, die alle bereits relevanten
Informationen bündelt, - eine Sicherung von Hilfsangeboten für Opfer geschaffen werden, sowie
- beratende und therapeutische Angebote für Menschen mit pädosexuellenNeigungen weiter ausgebaut werden, sowie
- die Entwicklung von neuen Hilfsangeboten für Opfer und deren Angehörige
geschaffen werden.
Die Partner im White IT Bündnis haben ein gemeinsames Ziel vereinbart. Jeder Partner bringt sich aktiv mit seinen Stärken ein, um gezielt gegen Kindesmissbrauch und dessen Darstellung –auch in der digitalen Welt- vorgehen zu können.


